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Renk AG: Profiteur des Puma-Milliardenauftrags der Bundeswehr

Dienstag, 14. Juli 2009

    Vor rund einer Woche gab der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall den Erhalt des milliardenschweren Großauftrages der Bundeswehr, die Serienproduktion des neuen Schützenpanzers Puma bekannt. Bis 2020 wird das Unternehmen für die Bundeswehr 405 Gefechtsfahrzeuge im Gesamtwert von 3,1 Milliarden Euro liefern. Für Rheinmetall ein Meilenstein und gleichzeitig der größte Auftrag der Unternehmensgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Puma-Getriebe wird von Renk produziert

    Wir haben im Zuge der Auftragsvergabe einige Recherche angestellt und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die zur MAN-Gruppe gehörende und ebenfalls börsennotierte Renk AG (WKN 785000) von der Serienfertigung des Pumas in den nächsten Jahren erheblich profitieren wird. Das Unternehmen bedient mit seinem größten Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe den Markt für schwere Kettenfahrzeuge und wird somit mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Lieferung des Getriebes des neuen Schützenpanzers zuständig sein.

    Bereits im Geschäftsbericht des Jahres 2004 erfährt man hierzu, dass Renk der Vorserienauftrag über fünf Getriebe für den Puma erteilt wurde. In seiner diesjährigen Hauptversammlungsrede äußerte sich der Vorstand insofern, dass man gute Chancen sehe, den Auftrag für das Getriebe des Schützenpanzers Puma in diesem Geschäftsjahr zu erhalten. Für uns steht dementsprechend fest, dass die Renk AG möglicherweise schon im Zuge der nächsten Unternehmenszahlen den Erhalt des Auftrages bekanntgeben wird, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Aktienkurs.

    Verstärkte Positionierung im Windenergiebereich wurde vorgenommen

    Unbemerkt von vielen Investoren hat sich die Renk-Gruppe in der vergangenen Zeit darüberhinaus im Bereich der Windkraft positioniert. Im Werk Rheine wurden Produktionskapazitäten für die Serienproduktion von 5-MW-Windkraftanlagen erstellt. Bereits im Dezember vergangenen Jahres schloss man aus diesem Grund mit dem zum französischen Energiekonzern Areva gehörenden und in Bremerhaven ansässigen deutschen Windenergieanlagenhersteller Multibrid einen umfangreichen Rahmenvertrag. Renk wird damit in der Zukunft einen zunehmend größeren Umsatzanteil mit der Produktion von Getrieben für Offshore-Windanlagen erzielen.

    Während Renk im Geschäftsjahr 2008 noch Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis verzeichnen konnte, bekommt der Konzern im laufenden Geschäftsjahr die ersten Auswirkungen der Rezession zu spüren. Das Unternehmen kann allerdings auf einen noch relativen hohen Auftragsbestand in Höhe von 553 Mio. EUR per 31.03.2009 zurückgreifen, so dass man im Gesamtjahr lediglich mit einem moderaten Umsatz- und Ergebnisrückgang rechnet.

    Der Auftragseingang des ersten Quartals 2009, welcher um rund 40 Prozent auf 68 Mio. EUR eingebrochen ist, verdeutlicht allerdings, dass man 2010 bei anhaltenden rezessiven Bedingungen von einem schwachen Unternehmensjahr ausgehen sollte.

    Fazit

    Unserer Auffassung dürften der Puma-Auftrag, sowie das in der Zukunft anlaufende Geschäft mit Getrieben für Windkraftanlagen den Renk-Konzern in der Zukunft wieder auf den Wachstumspfad zurückbringen. Für 2009 erwarten wir unter den gegebenen Krisenbedingungen ein noch akzeptables Jahr. In Q1/2009 verdiente man immerhin schon 1,52 Euro je Aktie.

    Mit Blick in die Zukunft dürfte der verstärkte Einstieg ins Windenergiegeschäft Phantasie mit sich bringen. Besonders interessant sind unserer Meinung nach desweiteren mögliche Folgeaufträge für das Getriebe des Schützenpanzers Puma. Der Rheinmetall-Konzern äußerste sich vergangene Woche in Hinblick auf Exportchancen des Puma bereits optimistisch. Die Aktie notiert aktuell bei rund 39 Euro und wurde von den Marktteilnehmern, ebenso wie die Puma-Story, bisher noch kaum entdeckt!

    Renk AG / Juli 2009

    Renk AG / Juli 2009 Renk AG / Juli 2009

    Renk AG (WKN 785000)