Hornbach Holding AG: Stark durch die Krise!
Donnerstag, 09. Juli 2009
Die börsennotierte Hornbach-Gruppe (WKN 608343) ist eines der wenigen Unternehmen, welches sich momentan erfolgreich durch die Wirtschafts- und Finanzkrise bewegt. Die Anfang Juli präsentierten Zahlen zum ersten Quartal 2009/2010 deuten auf eine unverändert solide Wachstumsstory hin. Die Aktie der Hornbach Holding AG hat sich in den letzten drei Monaten dementsprechend positiv entwickelt und konnte von rund 40 EUR auf bis über 57 EUR in der Spitze zulegen. Während der Dax sich seit Anfang Juni in der Rückwärtsbewegung befindet, mussten sich einstiegswillige Markteilnehmer bei der Hornbach-Aktie in Geduld üben.
Die Kursentwicklung war in den letzten Wochen von einer unglaublichen relativen Stärke geprägt. In den letzten Handelstagen setzte bei der Aktie nun eine kleine Konsolidierung ein, welche das Papier aktuell auf einem Kursniveau von rund 53 EUR führt. Für Marktteilnehmer, die den frühen Einstieg bei der Baumarktkette verpasst haben, könnten die nächsten Wochen aus diesem Grund interessant werden.
Überzeugendes erstes Quartal 2009/2010
Die Holding der Hornbach-Gruppe, welche im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Umsätze um 5,4 Prozent auf 819,8 Mio. EUR steigern konnte vereint unter ihrem Dach drei Teilkonzerne. Den größten Teil des Konzernumsatzes entfällt dabei auf die ebenfalls börsennotierte Hornbach Baumarkt AG. Darüberhinaus sind in der Holding die Hornbach Baustoff Union GmbH, sowie die Hornbach Immobilien AG gebündelt. Im Gegensatz zum Umsatzzuwachs musste man beim EBIT Einbußen in Höhe von 11,3 Prozent hinnehmen. Dieser Rückgang ist allerdings nur auf den ersten Blick beunruhigend, da im Vorjahreszeitraum Sondereffekte aus dem Verkauf von Konzernimmobilien mit in das Ergebnis einflossen.
Entscheidend für die Beurteilung der Stärke der Hornbach-Gruppe erscheint uns das operative Ergebnis, welches größtenteils in den Baumärkten erwirtschaftet wird. Abgebildet wird dieses in der Hornbach Baumarkt AG. Trotz der weltweiten Rezession konnte man das EBIT der Baummärkte um 2 Prozent auf 49,6 Mio. EUR im ersten Quartal steigern, so dass das Unternehmen selbst bemerkt, von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang nur wenig zu spüren.
Solide Finanz- und Vermögenslage
Neben der von der Rezession losgelösten operativen Entwicklung überzeugt bei der Hornbach Holding AG ebenfalls die solide Finanz- und Vermögenslage. Per 31. Mai verfügte man über flüssige Mittel in Höhe von 335,6 Mio. EUR. Zum 28. Februar dieses Jahres standen dem Konzern desweiteren ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 429,1 Mio. EUR zur Verfügung, so dass man sich aus Liquiditätsgesichtspunkten insgesamt in einer komfortablen Position befindet. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden in den nächsten Jahren zur weiteren Expansion genutzt, so dass eine Fortsetzung der Wachstumsstory wahrscheinlich erscheint. Das Marktteilnehmer den Hornbach-Konzern als solide ansehen, wir auch anhand der wiedergewonnenen Stabilität der vom Unternehmen emittierten Anleihe ersichtlich.
Fazit
Aufgrund der gesunden operativen Unternehmensentwicklung und der soliden Finanz- und Vermögenslage sehen wir die Aktie der Hornbach Holding AG langfristig als chancenreiches Investment an. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen relative Stärke gegenüber dem DAX bewiesen, befindet sich aktuell allerdings in einer kleinen Konsolidierung. Die letzten drei Monate haben gezeigt, dass die jüngsten Konsolidierungen nicht von langer Dauer waren, so dass es genau zu beobachten gilt, wann die Aktie wieder eine Aufwärtsbewegung einschlägt. Möglicherweise werden wir bereits in der nächsten Woche für unser neu aufgelegtes Musterdepot eine Kauforder im Bereich um 50 EUR in den Markt legen. Zunächst möchten wir jedoch noch die Impulse von der morgen stattfindenden Hauptversammlung abwarten.


Die Eurokai-Aktie wird zum Schlusskurs des 15. April aus dem Depot verkauft. Der Grund liegt ausschließlich im von vielen unser Leser gewünschten Neustart des Musterdepots.